Klimt Atelier Bilder Verein
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  • Atelierraum von Gustav Klimt mit den unvollendeten Gemälden, 1918, Foto Moritz Nähr, ÖNB/Wien, 94.884-E

    Rekonstruktion Werkstatt 2000

  • Empfangszimmer im Atelier von Gustav Klimt, um 1915, Foto Moritz Nähr, ÖNB/Wien, 94.883-E

    Rekonstruktion Empfangszimmer 2001

  • 13., Feldmühlgasse 11
    Villa Werner, Gartenfront
    30.4.2012


    13., Feldmühlgasse 11
    Villa Werner, Gartenfront
    30.4.2012


  • 13., Feldmühlgasse 11
    Villa Werner, Ansicht von Südwest
    30.4.2012


    13., Feldmühlgasse 11, Villa Werner
    ehemaliges Atelier Gustav Klimt
    30.4.2012

... VON EGON SCHIELE

Aus: Arthur Roessler, Erinnerung an Egon Schiele
In: Fritz Karpfen, Das Egon Schiele Buch, Wien 1921

Vor der Haustür standen zwei schöne, von Klimt skulptierte Köpfe

Beim Eintritt kam man zuerst in einen VORRAUM, von welchem die linke Tür in sein ...

EMPFANGSZIMMER führte. In der Mitte stand ein quadratischer Tisch, ringsum hingen unmittelbar beisammen japanische Holzschnitte und zwei größere chinesische Bilder, am Boden lagen Negerplastiken, im Winkel beim Fenster stand eine japanische rot-schwarze Rüstung. Von diesem Zimmer gelangte man noch in ...

ZWEI WEITERE RÄUME, von denen man den Ausblick auf Rosenstöcke hatte. Vom Vorraum rechts betrat man zuerst ...

einen RAUM, worin zwei Skelette aufgestellt waren, dann folgte ...

ein ZIMMER, an dessen einer Breitwand nur ein großer Schrank mit den schönsten chinesischen und japanischen Kleidern eingebaut war. Von hier kam man in die ...

EIGENTLICHE WERKSTÄTTE. Klimt zeigte mir dort seine in Arbeit befindlichen Bilder. Er malte in Hietzing eine Reihe von Damenbildnissen und Figurenbildern - "Tod und Liebe", "Leda", "Jungfrau", "Braut", "Eva" und viele andere - außerdem eine größere Anzahl der besten Landschaften vom Atter- und Gardasee, welche Wien noch nicht kennt. Ich halte die Gardaseebilder und den "Bildstock im Bauerngarten" überhaupt zu seinen bedeutendsten Landschaften (...) außerdem liegen in der Feldmühlgasse Tausende von Handzeichnungen, von denen man ja nur ganz vereinzelte Blätter in Ausstellungen sah.

Kurz nach Klimts Tod äußerte Egon Schiele den Wunsch nach Erhalt des Malerateliers: "Seine Freunde sollten in Hietzing das Haus samt Garten und Einrichtung kaufen. Nichts sollte weggenommen werden - denn das Gefüge des Klimt-Hauses ist ein Ganzes, ist selbst ein Kunstwerk, welches nicht zerstört werden dürfe. Auch die unfertigen Bilder, Pinsel, Maltisch und Palette sollten unberührt bleiben und als Klimt-Museum für die wenigen, die Freude und Liebe für Kunst haben, zugänglich sein."

Arthur Roessler, Erinnerung an Egon Schiele.
In: Fritz Karpfen, Das Egon Schiele Buch, Wien 1921; zit. Christian M. Nebehay, Gustav Klimt. Sein Leben nach zeitgenössischen Berichten und Quellen, (dtv 1280), München 1976, S. 278 f.

Seit Oktober 2012 präsentiert sich das Erdgeschoss der Klimt Villa z. T. in Form einer Rekonstruktion; siehe Aktuelles.
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